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GA vom 25.04.2018

Dutzende Tiere ziehen in Burlage ein.

NATUR
AKSR stellt mit einem Frühlingsfest den geplanten Kinder- und Jugendbauernhof vor.

Am Sonntag können sich Besucher umschauen - und hören, welche Projekte, Kurse und Angebote angedacht sind. Junge Leute sollen dort künftig viel über Tierwohl, Nachhaltigkeit und die Herkunft von Lebensmitteln erfahren.

VON MARION JANßEN

BURLAGE - Mit einem Rums fällt die Schaufel des Baggers nach unten, prallt auf die Metallkappe oben auf dem Holzpflock: Der sitzt jetzt bombenfest im Boden. Eine bunte Helfertruppe aus den Werkstätten des Arbeitskreises Schule Rhauderfehn (AKSR) in Burlage und aus dem Bereich Soziale Teilhabe packten in den vergangenen Tage noch einmal kräftig an, denn: Am Sonntag soll auf einem Frühlingsfest der geplante Kinder- und Jugendbauernhof auf dem Projekthof an der Freitagsstraße Süd 15 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Stallungen, Außenanlagen, Gehege: Alles haben die Teilnehmer der verschiedenen AKSR-Programme zusammen mit ihren Werkstattleitern selbst errichtet. Die Holzpflöcke, die jetzt mit Treckerkraft in den Boden geschlagen wurden, sind für einen Weidezaun bestimmt: einer der letzten Handgriffe, die noch zu erledigen waren.

Nach und nach können nun die Tiere einziehen, die zum großen Teil von Nina Rickers zur Verfügung gestellt werden. Die Reittherapeutin und Tierheilpraktikerin aus Collinghorst bringt Minishetlandponys, Gänse, Laufenten, Kaninchen, Meerschweinchen, Wüstenrennmäuse, Riesenschnecken und mehr auf dem geplanten Lernbauernhof unter. Dazu kommen ein paar „gerettete" Tiere, wie Edelziegen und Zwergziegenböckchen sowie die bereits beim AKSR wohnenden Esel.

Am Sonntag, 29. April, von 11 bis 17 Uhr können alle Interessierten bei einem Frühlingsfest einen Blick auf den Bauernhof werfen - und sich informieren, was dort künftig alles auf dem Programm stehen soll. Kindergartenkinder, Schüler und Jugendliche sollen die Gelegenheit erhalten, viel über Natur, Umwelt, Tierwohl und Nachhaltigkeit zu erfahren. Dabei seien sowohl längere Projekte wie auch einzelne Schnupperstunden möglich, so das AKSR-Team.

Angedacht sind Angebote wie Insekten- Exkursionen, Lernen mit dem Imker beim Bienenvolk, Filzen eigener Wolle, Frühstücken mit den selbst eingesammelten Eiern und selbst geerntetem Gemüse aus dem Gewächshaus, Ponykurse und vieles mehr. Eventuell soll der Hof auch für Kindergeburtstage geöffnet werden.

Wichtig: Das Tierwohl steht an erster Stelle. „Auch auf einem Kinderbauernhof muss den Kindern klar werden, dass man die Tiere nicht jederzeit stören darf“, so Nina Rickers. Die Ruhezonen der Vierbeiner seien tabu. Die Besucher erfahren beispielsweise einiges über Massentierhaltung, woher die Lebensmittel stammen und über die Eignung von Haustieren: „Hamster zum Beispiel sind gar nicht geeignet für ein Leben in kleinen Käfigen. Die sind in einer Nacht für die Futtersuche bis zu zwölf Kilometer unterwegs. Das wissen die meisten nicht - hier kann man es erfahren.“

Drei mit Charme und Dickkopf: Die Esel wohnen bereits auf dem Projektgelände.

Bauten einen Kinder- und Jugendbauernhof mit allem Drum und Dran: ( hinten von links) Jörg Rehnen (Anleiter), Jan Wieken (Projekthof Soziale Teilhabe), Stefan Willms (Jugendwerkstatt), Marco Selmke (Qualifizierung Metall), Stefan Dijk (Qualifizierung Metall), Russom Abrha (Jugendwerkstatt), Alina Pacaki·(Jugendwerkstatt), Tarumalingam Malaiyapan (Soziale Teilhabe), Annette Meyer (Soziale Teilhabe), Theo Lüken (Anleiter), Hans Kremer (Anleiter) sowie (vorne von links) Dominik Kolbe, Nils Harms und Marcel Pohland ( alle Jugendwerkstatt).

Johanne Hinrichs (mit Meerschwein Elvis) und Nina Rickers freuen sich auf das Fest.

Mit einem Trecker schlugen die Helfer die letzten Zaunpfähle ein.