Bereiche Stellenangebote Wir über uns Spenden Veröffentlichungen
NAM

NAM

Neue Ambulante Maßnahmen

Die so genannten neuen ambulanten Maßnahmen wurden im 1.1 Jugendgerichtsgesetz-Änderungsgesetz (JGG-ÄndG) im Jahr 1990 erstmals als eigenständige Reaktion auf straffälliges Verhalten Jugendlicher und Heranwachsender in das Strafrecht aufgenommen, um letztendlich auch die freiheitsentziehenden Maßnahmen zurückzudrängen.

Die NAM entstanden aus dem Bewusstsein, dass jugendliche Straftäter es ungleich schwerer haben, sich in das Berufsleben einzugliedern.

Zum einen haben sie sich mit dem Stigma des „straffällig seins“ auseinander zu setzen, zum anderen fällt gerade ihnen die Auseinandersetzung mit der eigenen Person besonders schwer, da sie oft durch ihr soziales Umfeld nicht gelernt haben, sich angemessen mit Problemen auseinander zu setzen.

Die „Neuen Ambulanten Maßnahmen“ basieren auf einem bundesweiten Konzept, welches in Zusammenarbeit mit den Jugendgerichtshilfen der Städte und/oder Landkreise, in diesem Fall mit dem Landkreis Leer, aufgrund einer richterlichen Weisung, Hilfsangebote für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende bereithält:

- Sozialpädagogische betreute Arbeitsleistungen
- Betreuungsweisungen
- Soziale Trainingskurse und den
- Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)

Im Bereich der Trainingskurse wurden bis 2010 ein Jahreskurs in Theater, Musik und Bildhauerei angeboten.
Immer noch wird das Angebot Musik besonders im Bereich des Hip-Hop genutzt und hiermit Gefühle und Gedanken des Jugendlichen verarbeitet und teilweise auch veröffentlicht.
Einen Einblick in dieser Arbeit ist unter der Web-Seite „ www.go-future-leer.de“ zu sehen.

Die Maßnahme „NAM“ wird finanziert aus Mitteln des Landesjugendamtes sowie des Landkreises Leer

Seit 1992 wurden insgesamt 8.913 Jugendliche/Heranw. betreut. (Stand: 01.01.2017)

Seit 1992 wurden im Arbeitsfeld der soz. päd. betreuten Arbeitsauflagen 184.425,5 Arbeitsstunden geleistet. (Stand: 20.07.2017)

Die „Neuen Ambulanten Maßnahmen“ haben sich zwischenzeitig in der Region überaus positiv etabliert; sie arbeiten eng zusammen mit den Ämtern, dem Amtsgericht und den sozialen Einrichtungen vor Ort.